kurvenlage – Infobroschüre über rechte Umtriebe bei der Eintracht Braunschweig

Nachdem in Dortmund schon 8 Stadionverbote gegen Nazis vom verbotenen Nationalen Widerstand Dortmund ausgesprochen wurden, gibt es auch Neuigkeiten aus der Fanszene Braunschweig.

Die Initiative gegen rechte (Hooligan-)Strukturen hat eine 80 Seiten starke Informationsbroschüre über rechte Aktivitäten in der Fanszene der Eintracht Braunschweig herausgegeben. Inhaltlich gibt sie einen historischen Abriss über die Entwicklung von rechten Tendenzen im Umfeld der Eintracht wieder, führt eine Chronologie rechter Übergriffe auf und analysiert die neonazistischen Strukturen involvierter Nazis.

Weitere Themen, die von der Initiative behandelt werden, sind Fußball&Politik, Rassismus in (deutschen) Stadien, Thor Steinar, Kategorie C und ein Interview mit dem Fanprojekt Bremen.

Laut Eigenaussage besteht die Absicht der Broschüre darin,

„einen Teil dazu beitragen [zu wollen], dem rechten Konsens im Hooliganspektrum und Teilen der Fanszene entgegen zu wirken. Denn Fußball ist für alle da, aber bestimmt nicht für Nazis und Rassist*innen.“ (via)

Downloaden könnt ihr die “Kurvenlage“ auf der Seite der Initiative
gegen rechte (Hooligan-)Strukturen
.

 

Nachtrag (09.10.2012):

Die taz berichtete in einem Artikel über die Ereignisse bei der Eintracht Braunschweig. Ebenso die Braunschweiger Zeitung und das Fußballmagazin 11Freunde.

Eine Stellungnahme des Vereins führte hingegen zu einer eher wagen Absage an Nazismus und die Vereinnahmung als „politische Plattform“ für Extremistinnen [sic!]. Vielmehr wurde sich der Vorwürfe zu trotz  darauf konzentriert, altbekannte Mantras und Floskeln zu wiederholen, wie beispielsweise:

„Wir distanzieren uns seit vielen Jahren von jedweder Form von Rassismus und Extremismus im Stadion und gehen in Absprache mit den Behörden konsequent gegen sämtliche Vergehen vor, die uns bekannt werden. Es gibt einen engen Austausch zwischen dem Verein, dem Fanrat, dem Fanprojekt Braunschweig und allen relevanten regionalen und nationalen Behörden. Diese außerordentlich gute Zusammenarbeit hat dazu geführt, dass sich auch innerhalb der Fanszene eine hohe Sensibilität gegenüber Rassismus und Extremismus entwickelt hat. Personen, die sich im EINTRACHT-STADION gesetzeswidrig verhalten, erhalten kompromisslos Stadionverbot.“ (via)

Damit dürfte der Fall Braunschweig aber noch lange nicht erledigt sein.

 

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